Berichte

Landkreis ist gut vorbereitet: Notunterkünfte in Obersuhl und Bad Hersfeld errichtet

Rund 150 Helfer im Einsatz - „Notunterkünfte dienen nur als Zwischenstation“

Hersfeld-Rotenburg, 22. März 2022 – Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist gut auf die Ankunft der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine vorbereitet. Angesichts zu erwartender steigender Zuweisungszahlen hat der Kreis jetzt zwei Notunterkünfte in Wildeck-Obersuhl und in Bad Hersfeld errichtet.

„Wegen des russischen Angriffskriegs kommen immer mehr Kriegsflüchtlinge nach Deutschland und werden uns dann letztlich auch vom Land Hessen zugewiesen. Unser Ziel ist es, den Menschen unmittelbar und sofort zu helfen. Dafür haben wir jetzt zwei Notunterkünfte geschaffen, die aber nur als Zwischenstation auf dem Weg in unsere Städte und Gemeinden dienen“, sagt Sozialdezernent und Erster Kreisbeigeordneter Dirk Noll und ergänzt: „Wir allen sind unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie den Städten und Gemeinden dankbar für diese bisherige große Solidarität und Hilfsbereitschaft. Insbesondere danken wir den engagierten Helferinnen und Helfern des Katastrophenschutzes, der Freiwilligen Feuerwehren, des THWs und DRKs für ihre Einsatzbereitschaft in den vergangenen Tagen.“

Notunterkünfte bieten Platz für 150 Flüchtlinge aus der Ukraine

Mit den beiden Notunterkünften werden im Landkreis Hersfeld-Rotenburg kurzfristige Unterbringungskapazitäten für insgesamt 150 Kriegsflüchtlinge geschaffen. Die Notunterkunft im Bürgerhaus Obersuhl, die über das Wochenende von den Einheiten des DRK-Betreuungszugs Rotenburg (Weiterode, Obersuhl, Sontra) und der Freiwilligen Feuerwehr Obersuhl hergerichtet wurde, bietet Platz für 50 Flüchtlinge.

„Es ist eine reine Notunterkunft, die als kurze Zwischenstation dient. Sie bietet uns ein Zeitfenster, das wir brauchen, um die Flüchtlinge weiterzuvermitteln“, erklärt Frank Hildebrand, Leiter des Fachdienstes Migration Asyl der Kreisverwaltung. Denn das sei oberste Priorität. So werden die mit dem Bus ankommenden Flüchtlinge in der Notunterkunft registriert, erstversorgt und können sich ausruhen. Von dort sollen sie dann schnellstmöglich weitervermittelt werden. „Wir haben eine Liste mit Wohnangeboten und stehen entgegen anonymer ehrenamtlicher Wohnungsplattformen im persönlichen Kontakt mit den Vermietern“, sagt Frank Hildebrand. So wurden im Vorfeld bereits alle Informationen mit potentiellen Gastfamilien abgesprochen, sodass Flüchtlinge entsprechend schnell vermittelt werden können. „Es muss auch einfach passen“ erklärt der Fachdienstleiter. Bisher funktioniere dieser Ansatz sehr gut. So wurde bereits für Dienstagnachmittag von der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung Gießen ein Bus mit Geflüchteten angekündigt. Im Vorfeld konnte der Fachdienst Migration Asyl die Schutzsuchenden privat vermitteln. „Wenn die Hilfesuchenden in Obersuhl ankommen, können wir den administrativen Teil erledigen und dann werden die meisten auch schon von ihren Gastfamilien abgeholt“, berichtet Hildebrand und ergänzt: „Wir haben zwar eine recht große Liste mit Wohnangeboten, wir suchen aber dringend weiter nach Wohnungen und freuen uns über jede weitere Meldung.“

Aus Kommunalem Jobcenter in Bad Hersfeld wird Gemeinschaftsunterkunft – Einrichtung ist in den nächsten Tagen bezugsfertig

Bisher war in dem Gebäude in der Berliner Straße das Kommunale Jobcenter des Landkreises beherbergt. Vergangene Woche ist das Jobcenter in den Anbau des Landratsamtes in die Friedloser Straße umgezogen. Seitdem werden die Räumlichkeiten zur Gemeinschaftsunterkunft für ukrainische Flüchtlinge umgebaut. „Damit die Unterkunft schnellstmöglich bezugsfertig ist, haben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Feuerwehren Rotenburg, Wildeck, Bebra, Ludwigsau, Friedewald, Heringen und Hauneck, das THW Rotenburg und Bad Hersfeld sowie der DRK Betreuungszug Bad Hersfeld mit angepackt“, berichtet Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger. Schnell und unbürokratisch wurden so die Büroräume in Gemeinschafts- als auch Unterkunftsräume umgebaut. Jetzt würden noch die letzten Arbeiten wie die Kontrolle der Sanitäranlagen ausstehen, so dass die Unterkunft in den kommenden Tagen bezugsfertig sei.

Bisher 900 Flüchtlinge aus der Ukraine im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Die Zahl der Menschen, die im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bisher Obdach gefunden haben, ist schwer abzuschätzen. Geflüchtete mit einem biometrischen Pass können sich für die ersten 90 Tage visumsfrei in Deutschland aufhalten. Sie können bei Freunden, Verwandten, Bekannten, in Hotels oder Pensionen wohnen und jederzeit ihren Aufenthaltsort ändern. „Wir rufen jedoch dazu auf, dass sich die Geflüchteten melden, damit wir einen realistischen Überblick bekommen, wer denn schon alles wo untergekommen ist“, sagt Landrat Torsten Warnecke. Aktuell haben das 900 Personen getan (Stand: 22. März, 9 Uhr). Die Tendenz sei laut Landkreis weiterhin stark steigend. „Bislang sind nahezu alle geflüchteten Personen aus der Ukraine hier im Kreis privat oder auf private Initiative untergekommen“, berichtet Frank Hildebrand. Er geht auch davon aus, dass das bei den Flüchtlingen der Fall sein wird, die zuerst in den beiden Notunterkünften ankommen. Doch auch bei noch größeren Zuweisungszahlen sei der Landkreis vorbereitet. Denn dann könnten kurzfristig auch weitere größere Notunterkünfte geschaffen werden.

Wohnraum gesucht

Wer eine Unterkunft zur Verfügung stellen möchte, kann sich beim Landkreis melden. Der Kreis sucht auch als Mieter Wohnraum für geflüchtete Menschen aus der Ukraine. Wenn Sie Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail an den Fachdienst Migration-Asyl: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alternativ erreichen Sie uns unter Telefon 06621 87 4343.

Sie möchten Ihre Übersetzungshilfe anbieten?

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg sucht weiterhin ehrenamtliche Helfer, die Russisch oder Ukrainisch sowie Deutsch sprechen können, um den Landkreis zu unterstützen. Wer gerne ehrenamtlich für Geflüchtete aus der Ukraine übersetzen möchte, meldet sich beim Fachdienst Migration Asyl. Das geht per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon 06621 87 4343.

Weitere Informationen zu Hilfsmöglichkeiten, Erst-Infos auf Ukrainisch im Internet

Weitere Informationen rund um die Ukraine-Krise und ehrenamtliches Engagement gibt es im Internet unter www.hef-rof.de/ukraine.

Landkreis sucht ehrenamtliche Übersetzer für Geflüchtete aus der Ukraine

Hersfeld-Rotenburg, 20. März 2022 – Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg sucht ehrenamtliche Helfer, die Russisch oder Ukrainisch sowie Deutsch sprechen können, um den Landkreis zu unterstützen. „Die Hilfsbereitschaft ist riesig“, sagt Frank Hildebrand, Fachdienstleiter Migration Asyl. „Aber was wir dringend noch mehr brauchen, sind Sprachmittler im Alltag.“ Deshalb sucht der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ehrenamtliche Übersetzer. „Es geht darum, den Menschen schnell und unkompliziert zu helfen“, erklärt Hildebrand. Dazu gehören beispielsweise Übersetzungshilfe bei Behördengängen oder beim Ausfüllen von Formularen.

Wer gerne ehrenamtlich für Geflüchtete aus der Ukraine übersetzen möchte, meldet sich beim Fachdienst Migration Asyl. Das geht per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon 06621 87 4343. Der Landkreis bittet darum, folgende Informationen anzugeben:

  • Welche Sprache sprechen Sie und wie gut sprechen Sie die Sprache?
  • Können Sie mündlich und/oder schriftlich helfen?
  • Zu welchen Zeiten stehen Sie zur Verfügung?
  • Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse, um Sie zu kontaktieren
  • Ihren Wohnort, um Wege zum Übersetzungstermin möglichst kurz zu halten.

Weitere Informationen rund um die Ukraine-Krise und ehrenamtliches Engagement gibt es im Internet unter www.hef-rof.de/ukraine.

Bitte um Anmeldung der Geflüchteten aus der Ukraine

Gastgeber können unterstützen
Bitte um Anmeldung der Geflüchteten aus der Ukraine 

Hersfeld-Rotenburg, 11. März 2022 – Wegen des Krieges in der Ukraine fliehen Menschen auch in den Landkreis Hersfeld-Rotenburg, um hier Schutz zu finden. Der Landkreis bittet darum, dass sich die geflüchteten Menschen, die hier privat oder in Hotels und Pensionen untergekommen sind, melden. „Wir benötigen einen realistischen Überblick, wer schon alles wo im Kreis untergekommen ist. Nur so können wir die zahlreichen Hilfsangebote effizient koordinieren“, sagen Landrat Torsten Warnecke und der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll.

Daher werden Gastgeber, Vermieter sowie Helferinnen und Helfer gebeten, die Geflüchteten auch dahingehend zu unterstützen, sie bei den zuständigen Einwohnermeldeämtern und beim Landkreis anzumelden. Für Fragen zur Anmeldung, Sozialleistungen oder Krankenhilfe können Sie sich von Montag bis Freitag an Oksana Laber unter der Telefonnummer 06621 87 4344 wenden. Zur Unterstützung gibt es auf der Internetseite des Landkreises unter www.hef-rof.de/ukraine ein Registrierungsformular, das Sie ausfüllen und zusammen mit einer Kopie des Ausweises bei Ihrer Anmeldung bitte abgeben. Für alle aufenthaltsrechtlichen Fragen steht die Ausländerbehörde unter Telefon 06621 87 3308 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung. Den Antrag auf Aufenthaltserlaubnis gibt es ebenfalls im Internet unter www.hef-rof.de/ukraine.

Ukraine-Hotline geschaltet

Der Landkreis hat eine Ukraine-Hotline eingerichtet, um sowohl die flüchtenden Menschen als auch die zahlreichen Helferinnen und Helfer in der Region zu unterstützen. Wer Fragen hat, Wohnungen oder andere Hilfe anbieten möchte, kann sich beim Landkreis unter Telefon 06621 87 43 43 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden. Wer Angebote zu Wohnraum macht, sollte angeben, ob dieser für Flüchtlingsfamilien oder für einzelne Personen zur Verfügung gestellt werden kann. Der Kreis bittet darum, Angaben zur Größe und Ausstattung der Wohnung zu machen und mittzuteilen, wie lange die Wohnung belegt werden kann.

Bitte an alle Hilfsorganisationen, Helferinnen und Helfer zum Umgang mit Geflüchteten

„Wir freuen uns über das großartige Engagement der Hilfsorganisationen, der Bürgerinnen und Bürger hier vor Ort. So viele Menschen hier in der Region helfen den Geflüchteten und bieten ihnen Schutz“, sagt Sozialdezernent Dirk Noll und ergänzt: „Wir als Landkreis möchten, dass die Menschen gut untergebracht sind. Das geht nur koordiniert und wenn jeder von uns die aktuellen Regelungen beachtet. Es gibt einen Erlass vom Land Hessen, der vorsieht, wie mit den geflüchteten Menschen umgangen werden soll.“ So können im Kreis ankommende Flüchtlinge hierbleiben, wenn sie eine Unterkunft haben. „Ich bitte daher alle Hilfsorganisationen, Helferinnen und Helfer: Wenn Sie Ukrainerinnen und Ukrainer an der Grenze abholen und in den Landkreis bringen – egal ob per Reisebus oder in privaten Wagen – klären Sie bitte vorher deren Unterbringung“, so Noll. Sollte eine Unterbringung im Landkreis nicht möglich sein, so können die Flüchtlinge laut Erlass nur in die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen (EAEH) nach Gießen gebracht werden. Dort werden sie dann medizinisch betreut, erhalten ein Impfangebot und werden danach geregelt den Landkreisen und kreisfreien Städten in Hessen zugewiesen.

Denn was dringend vermieden werden , ist, so Noll, „dass wir kein Obdach für die Schutzsuchenden finden.“ Die bestehenden Kapazitäten seien begrenzt, daher suche der Landkreis weiterhin dringend nach Wohnraum. Wer in der Lage ist, eine Wohnung für Geflüchtete aus der Ukraine für einen längeren Zeitraum zur Verfügung zu stellen, soll dies bitte beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder per Telefon unter 06621 87 4343 melden.

Wer helfen möchte:
Für Menschen des Kreises, die sich ehrenamtlich in der Ukrainehilfe engagieren wollen, wurde eine weitere Hotline unter der Telefonnummer 06621 87 4312 beim Fachdienst Migration-Asyl eingerichtet.

Wohnraumbörse
Wer aus der Ukraine geflüchtet ist und Wohnraum sucht, kann sich an Antonia Rösner unter der Telefonnummer 06621 87 43 45 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

 

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